VDA und Bundesverband Deutsche Startups vereinbaren gegenseitige Mitgliedschaft

Berlin, 10.05.2016: Der Verband der Automobilindustrie (VDA) gewinnt zwei neue Mitglieder aus der Startup-Welt. Mit dem Berliner Unternehmen ally, das die gleichnamige Mobilitäts-App und Plattform „ally“ entwickelt, wird ein international bekanntes Mobilitäts-Startup Mitglied des VDA. Außerdem tritt der Bundesverband Deutsche Startups (BVDS) dem VDA bei. Der VDA wird seinerseits auch Mitglied des Startup-Verbands. VDA-Präsident Matthias Wissmann sagte dazu heute anlässlich seines Besuchs bei ally: „Der Wandel der Mobilität und die Digitalisierung erfordern ganz neue Ansätze der Kooperation. Das Auto wird zunehmend um eine Datenwelt ergänzt, die die individuelle Mobilität verändert. Daher ist es nur folgerichtig, wenn Automobilindustrie und Startups zusammenarbeiten. Junge Technologieunternehmen können experimenteller und risikoreicher arbeiten. Damit sind Unternehmen wie ally eine ideale Ergänzung zu industrie-interner Forschung und Entwicklung. Die Automobilindustrie will die Chancen nutzen, die in dieser Zusammenarbeit liegen und gemeinsam dafür sorgen, dass Mobilitätstechnologie ‚Made in Germany‘ auch künftig die Maßstäbe setzt.“

Der VDA hat bereits vor über einem Jahr begonnen, junge Unternehmen stärker in die Verbandsaktivitäten einzubeziehen, die sich, wie zum Beispiel ally, mit digitalen Mobilitätsdiensten befassen. Die Kooperation zwischen dem Bundesverband Deutsche Startups und dem VDA umfasst die gegenseitige Einbindung in die Verbands- und Gremienstrukturen. Der Bundesverband Deutsche Startups wird dazu, ebenso wie ally, künftig als außerordentliches Mitglied im VDA mitwirken. Gemeinsam wollen der VDA und der Bundesverband Deutsche Startups künftig vor allem folgende Themen intensiv vorantreiben: Die Zusammenarbeit zwischen Startups und Industrie, die Schaffung innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen in Deutschland einschließlich einer modernen Mobilitätspolitik und noch bessere Finanzierungbedingungen für junge Unternehmen. Wissmann betonte: „Gerade bei der Bereitstellung von Wagniskapital hat Deutschland noch erheblichen Nachholbedarf. Junge Unternehmen müssen die Gelegenheit bekommen, ihre Geschäftsmodelle in Deutschland zu entwickeln.“

Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups, begrüßte die neue Partnerschaft: „Unsere Unternehmen, vor allem aus der Mobilitätsbranche, brennen darauf, mit ihren Innovationen einen wesentlichen Beitrag dazu zu leisten, dass Deutschlands führende Position im Automobilbau und bei Mobilitätslösungen weiter gestärkt wird. Dabei ist ein offener regulatorischer Rahmen notwendig, der Innovationen wie vernetztes und automatisiertes Fahren oder Ridesharing weiter anregt. Digitale Innovationen entstehen nicht im Labor, sondern werden im Markt getestet und schnell weiterentwickelt. Dazu muss auch die Ausstattung der Infrastruktur mit moderner Kommunikationstechnologie für vernetztes Fahren viel schneller vorangehen.“ Nöll mahnte darüber hinaus bessere Rahmenbedingungen für die Finanzierung junger Unternehmen mit Wagniskapital an: „Die Große Koalition steht in der Pflicht, die Möglichkeiten für Investoren, die junge Unternehmen gerade in der Wachstumsphase unterstützen wollen, zu verbessern. Wir brauchen hier rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen, die international wettbewerbsfähig sind. Bei der Verfügbarkeit von Wagniskapital hinkt Deutschland anderen Ländern nach wie vor hinterher.“

Die beiden Gründer von ally, Dr. Tom Kirschbaum und Maxim Nohroudi, wollen die bereits bestehende Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie ebenfalls intensivieren. „Unser Team hat für die Analyse von Verkehrsströmen und Verkehrsdaten in urbanen Zentren neue Maßstäbe gesetzt. Urbane Mobilität kann auf Grundlage unserer Technologie mit effizienten Angeboten ‚on-demand’ ergänzt werden. Verkehrsunternehmen und Automobilindustrie steht unsere Technologie als Mobility-as-a-Service zur Verfügung“, sagte Tom Kirschbaum, der zugleich als Mitglied im Vorstand des Startupverbands Sprecher für Mobilität ist. In dieser Funktion betonte er den Nutzen, den Industrie und Startups aus einer engeren Zusammenarbeit ziehen können: „Die Industrie sollte die Integration von Startups durch Kooperationen und Beteiligungen noch mehr als bisher zu einem Teil ihrer Innovationsstrategie machen.“

Kontakt  

Paul Wolter

Paul Wolter
Teamleiter Politik & Kommunikation
paul.wolter@deutschestartups.org
030 609 8959 101

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Über den Startup-Verband
Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. wurde im September 2012 in Berlin gegründet. Der Verein ist der Repräsentant und die Stimme der Startups in Deutschland. Er erläutert und vertritt die Interessen, Standpunkte und Belange von Startup-Unternehmen gegenüber Gesetzgebung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er wirbt für innovatives Unternehmertum und trägt die Startup-Mentalität in die Gesellschaft. Der Verein versteht sich als Netzwerk der Startups in Deutschland.

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