Startup-Verband begrüßt Pläne zur Digitalisierung des Gesundheitswesens

Plattform Digital Health im Startup-Verband nimmt Stellung zum Referentenentwurf des Digitale Versorgung Gesetzes

Berlin, 19.06.2019: Der Digital Health-Sektor wird vielfach als Markt mit enormem Wachstumspotential und einer entsprechenden Bedeutung für die Wirtschaft und Gesellschaft beschrieben – betrifft das Thema Gesundheit doch Jede*n von uns. Damit Startups ihre Innovationskraft in diesem stark regulierten Markt ausspielen können, muss den besonderen unternehmerischen Umstände junger Wachstumsunternehmen bei der Gestaltung des Marktzutrittsverfahrens Rechnung getragen werden.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat zu diesem Zweck einen Referentenentwurf eines Gesetzes für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale Versorgung-Gesetz) erarbeitet und verschiedene Stakeholder um eine Einschätzung gebeten. Der Startup-Verband begrüßt in seiner Stellungnahme das im Gesetzesentwurf formulierte Ziel, eine Verbesserung der Versorgung der Versicherten durch eine Forcierung der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu erreichen.

Florian Nöll, Vorstandsvorsitzender des Startup-Verbands: „Der neue §33a im SGB V schafft einen prinzipiellen Anspruch der Versicherten auf eine Versorgung mit digitalen Medizinprodukten niedriger Risikoklassen und bietet Digital-Health-Startups damit endlich eine Grundlage um auf dem Gesundheitsmarkt nachhaltig Fuß fassen zu können. Wichtig für den Erfolg der Maßnahmen wird nun aber die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen sein, denn die Dauer von Zulassungsverfahren ist entscheidend für das Überleben innovativer Geschäftsmodelle.“

Nina Kiwit, Co-Sprecherin der Plattform Digital Health im Startup-Verband: „Das Echo auf diesen Referentenentwurf fällt zu Recht weitestgehend positiv aus. In dem Papier sind viele Maßnahmen enthalten, die Startups das Leben erleichtern werden. Es bleiben aber ebenso auch Fragezeichen zurück: Sie betreffen Bereiche wie Implementierung, Finanzierung oder Standardisierung. Mich besorgt es auch, dass das Thema Interoperabilität so gut wie keine Erwähnung findet, dabei ist es ein zentraler Baustein für das Gelingen der Digitalisierung im Gesundheitswesen.“

Hier können Sie die Stellungnahme des Startup-Verbandes herunterladen.

 

Über die Plattform Digital Health
Für die gezielte Vernetzung von Startups der Digitalen Gesundheitswirtschaft hat der Start-Verband die Plattform Digital Health ins Leben gerufen. Die Tätigkeit der Plattform richtet sich an alle Akteure der Gesundheitswirtschaft und soll die Einführung von Digital Health-Anwendungen im Gesundheitswesen erleichtern. Wir wollen erster Ansprechpartner für Digital Health-Startups sein und so dazu beitragen, dass innovative Geschäftsmodelle in der Gesundheitswirtschaft den Weg in eine nachhaltige Zukunft bereiten. Wir wollen Know-How bündeln und unseren Mitgliedern eine Plattform für die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch innerhalb eines starken Verbandes bieten.

Über den Startup-Verband
Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. wurde im September 2012 in Berlin gegründet. Der Verein ist der Repräsentant und die Stimme der Startups in Deutschland. Er erläutert und vertritt die Interessen, Standpunkte und Belange von Startup-Unternehmen gegenüber Gesetzgebung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er wirbt für innovatives Unternehmertum und trägt die Startup-Mentalität in die Gesellschaft. Der Verein versteht sich als Netzwerk der Startups in Deutschland.

Kontakt  

Paul Wolter

Paul Wolter
Teamleiter Politik & Kommunikation
paul.wolter@deutschestartups.org
030 609 8959 101

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