Startup-Verband: Konjunkturpaket setzt positive Signale für das Startup-Ökosystem

Berlin, 04.06.2020. Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Startup-Verband) begrüßt das gestern vom Koalitionsausschusses der Großen Koalition beschlossene Konjunktur- und Investitionsprogramm. Insbesondere die Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Mitarbeiterbeteiligungen, der steuerlichen Forschungszulage sowie die Vereinfachungen im Vergabe- und Insolvenzrecht werden dazu beitragen, dass das deutsche Startup-Ökosystem, und mit diesem der gesamte Wirtschaftsstandort Deutschland, langfristig gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen und die Chancen der digitalen Transformation nutzen können wird.

Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Mitarbeiterbeteiligung hat der Startup-Verband als aktuell wichtigstes Thema ganz nach vorne auf die politische Agenda gestellt. Dass die Bundesregierung mit ihrem angekündigten Konjunkturpaket das Thema Mitarbeiterbeteiligung jetzt im Kontext von Startups aufgreift, ist daher ein sehr positives Zeichen für das gesamte Startup-Ökosystem.

Christian Miele, Präsident des Startup-Verbandes, dazu: „Wenn wir jetzt, so wie Olaf Scholz es formuliert hat, „mit Wumms aus der Krise“ kommen wollen, dann spielt die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland für internationale Talente eine herausragende Rolle. Nur wenn wir heimische Talente im Land halten und internationale zu uns holen können, werden wir bei den wichtigen Zukunftstechnologien Schritt halten und globale Tech-Champions hervorbringen können. Dafür ist jedoch eine grundlegende Verbesserung der Rahmenbedingungen für Mitarbeiterbeteiligungen erforderlich. Eine bereits im November 2019 vom Koalitionsausschuss angekündigte bloße Erhöhung des Freibetrags bei Mitarbeiterbeteiligungen würde an den Bedürfnissen der Startups vorbeigehen. Deswegen kommt es auch hier auf die genaue Ausgestaltung an. Es bedarf startup-spezifischer Maßnahmen. Der Startup-Verband wird hierzu weitere Vorschläge in den anstehenden Umsetzungsprozess einbringen.“

Miele weiter: „Auch die beschlossene Ausweitung der steuerlichen Forschungszulage wird Innovationspotenziale eröffnen. Zusätzlich werden insbesondere Gründer*innen und Startups von den geplanten Vereinfachungen und der Entbürokratisierung von Vergabeverfahren sowie von der Verkürzung des Entschuldungsverfahren natürlicher Personen auf drei Jahre nach einer Insolvenz profitieren.“

Der Koalitionsbeschluss bekennt sich ebenfalls dazu Deutschland als Standort für Investitionen in Zukunfts- und Wachstumsunternehmen zu stärken. Der Startup-Verband begrüßt das Bekenntnis und unterstreicht in diesem Kontext noch einmal die Wichtigkeit der schnellen Einrichtung des geplanten “Zukunftsfonds”, welcher insbesondere das Kapital von privaten institutionellen Investoren für den Venture Capital-Markt mobilisieren soll. Der Zukunftsfonds gewinnt durch die geplanten Verschärfungen des Außenwirtschaftsrechts zudem dramatisch an Bedeutung: Wenn für heimische Startups der Zugang zu Kapital aus Drittstaaten erheblich erschwert wird, werden inländische Finanzierungsquellen noch wichtiger, um Innovation und Wachstum hierzulande zu finanzieren.

 

Über den Startup-Verband

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. wurde im September 2012 in Berlin gegründet. Der Verein ist der Repräsentant und die Stimme der Startups in Deutschland. Er erläutert und vertritt die Interessen, Standpunkte und Belange von Startup-Unternehmen gegenüber Gesetzgebung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er wirbt für innovatives Unternehmertum und trägt die Startup-Mentalität in die Gesellschaft. Der Verein versteht sich als Netzwerk der Startups in Deutschland.

Kontakt  

Paul Wolter

Paul Wolter
Teamleiter Politik & Kommunikation
presse@deutschestartups.org
030 609 8959 101

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