KI-Startups unter der Lupe:
Studie beleuchtet das Startup-Ökosystem in Deutschland

 

  • Analyse von Branchen, Produkten, regionaler Verteilung und Finanzierung
  • Vergleich des Standorts Deutschland mit dem Best-Practice Ökosystem Israel
  • Impulse für die Debatte um ethische Fragen und Grenzen beim Einsatz von KI

 

Berlin/Bonn, 3.September 2020. Startups bringen Künstliche Intelligenz (KI) in die Anwendung: Gut 40 Prozent der deutschen Startups sagen, dass KI einen (sehr) großen Einfluss auf ihr Geschäftsmodell hat – eine Steigerung um knapp 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt ein großer Teil der deutschen Gründer*innen und Gründer auf KI.

KI ist eine der Schlüsseltechnologien für die digitale Zukunft. Startups treiben diese Innovationen maßgeblich voran und nehmen eine wichtige Rolle bei der Stärkung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit ein.

Grund genug, genauer hinzuschauen und herauszufinden, wo deutsche Startups bei KI wirklich stehen. Daher veröffentlichen der Bundesverband Deutsche Startups e.V.  und hubraum, der Tech-Inkubator der Deutschen Telekom, auf der IFA NEXT in Berlin heute die Studie „Künstliche Intelligenz – wo stehen deutsche Startups?“. Unterstützt wurde das Projekt zudem vom Institute for Applied AI der Hochschule der Medien in Stuttgart und dem KI Bundesverband.

 

Die sechs Kernergebnisse der Studie sind:

  1. KI-Startups sind Innovatoren für die deutsche Wirtschaft: 74 Prozent kooperieren mit etablierten Unternehmen – im allgemeinen Durchschnitt sind es nur 67 Prozent.
  2. Transfer aus der KI-Forschung in die Praxis ist ausbaufähig: Der Vergleich mit dem Top-Ökosystem Israel zeigt, dass es in Deutschland trotz eines hohen Forschungsoutputs im Bereich KI noch zu wenige KI-Startups gibt.
  3. Fokus auf B2B aber viele unbesetzte Anwendungsfelder: 63 Prozent der deutschen KI-Startups haben einen klaren Fokus auf Geschäftskunden und richten sich stark an den Bedürfnissen der heimischen Industrie aus. So sind viele wichtige Anwendungsfelder wie Bildung oder Cybersecurity bisher kaum besetzt.
  4. Technik im Mittelpunkt: Während sich israelische Startups stark auf die Entwicklung von Lösungen in konkreten Branchen oder Funktionsbereichen (Vertrieb, Personalwesen) konzentrieren, werden hierzulande Geschäftsmodelle häufiger ausgehend von den technischen Möglichkeiten der Datenanalyse entwickelt.
  5. KI-Startups benötigen mehr Kapital: Weit mehr als jedes zweite KI-Startup (58 Prozent) möchte sich durch Venture Capital finanzieren – bisher haben aber nur 21 Prozent Wagniskapital erhalten. In Israel sind die Investitionen in KI-Startups pro Kopf etwa 30 Mal so hoch wie in Deutschland.
  6. Startups plädieren für stärkeren Praxisbezug ethischer Debatten: Das Thema Ethik und die Grenzen des Einsatzes von KI spielen für das Startup-Ökosystem in Deutschland eine wichtige Rolle. Startups wünschen sich dabei vor allem eine Versachlichung der Debatte und einen stärkeren Fokus auf konkrete Anwendungsfelder.

 

Franziska Teubert, Geschäftsführerin des Startup-Verbandes, dazu: „Für Deutschland ist es gerade jetzt enorm wichtig, im Bereich innovativer Technologien dranzubleiben und unsere Wirtschaft zukunftsfest zu machen. Startups, die die Corona-Krise aufgrund ihrer meist dünnen Kapitaldecke besonders hart trifft, müssen deswegen zielgerichtet unterstützt werden. Mit dem Rettungspaket für Startups hat die Politik zwar kurzfristig reagiert – doch nun braucht es Visionen für neue Wachstumsimpulse. Künstliche Intelligenz muss dabei ein fundamentaler Bestandteil sein.“

Axel Menneking, Leiter Hubraum, Tech-Inkubator der Deutschen Telekom: „40 Prozent der deutschen Startups setzen auf KI. Das ist gut. Aber für eine echte Erfolgsgeschichte braucht es mehr. Erstens: Intensivere Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen und Austausch mit der Forschung. Zweitens: Mut, Branchen wie Bildung oder Cybersecurity zu besetzen. Drittens: Mehr Breite bei den Anwendungen. Es gibt unendliche Möglichkeiten. Lasst sie uns nutzen!“  

 

Hier können Sie sich die Studie „Künstliche Intelligenz – wo stehen deutsche Startups?“ herunterladen.

 

Über die Deutsche Telekom:

Die Deutsche Telekom bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet und Internet-TV für Privatkunden sowie Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnik für Groß- und Geschäftskunden an. Sie ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir mit weltweit rund 211.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 80,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

 

Über den Startup-Verband:

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. wurde im September 2012 in Berlin gegründet. Der Verein ist der Repräsentant und die Stimme der Startups in Deutschland. Er erläutert und vertritt die Interessen, Standpunkte und Belange von Startup-Unternehmen gegenüber Gesetzgebung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er wirbt für innovatives Unternehmertum und trägt die Startup-Mentalität in die Gesellschaft. Der Verein versteht sich als Netzwerk der Startups in Deutschland.

 

Über den hubraum – Tech Inkubator der Deutschen Telekom:

hubraum ist der Tech-Inkubator der Deutschen Telekom. Seit 2012 arbeitet hubraum von seinen Standorten in Berlin, Krakau und Tel Aviv aus mit dem digitalen Ökosystem zusammen. Die Startups profitieren von Seedfinanzierung, Co-Working Büros, Mentoring, Netzwerk-Veranstaltungen und Verbindungen zu den Geschäftsbereichen der Deutschen Telekom sowie vom Zugang zu deren Kunden, Märkten, Infrastruktur und Technologie.

 

Pressekontakte
Bundesverband Deutsche Startups e.V.
Paul Wolter
Teamleiter Politik & Kommunikation
+49 (0) 30 609 8959 101
paul.wolter@deutschestartups.org

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