Green Startups – Transformator einer klimaneutralen und nachhaltigen Zukunft

Fast ein Drittel der Startups in Deutschland leisten durch ihre Aktivitäten im Bereich Klima- und Umweltschutz einen signifikanten Beitrag zu einer nachhaltigen Transformation der deutschen Wirtschaft. Diese als Green Startups bezeichneten Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Sinne der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen mit ihren Produkten, Technologien und Dienstleistungen die großen Nachhaltigkeitsherausforderungen unserer Zeit unternehmerisch lösen – sei es die Energiewende, der Klimaschutz, die Vermeidung von Plastik in den Weltmeeren oder die Realisierung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. 

Der Startup-Verband hat diese Relevanz früh erkannt und bereits 2017 die Green Startups Plattform ins Leben gerufen. Das Netzwerk für Startups, Unternehmen, Investor*innen und wichtige Akteure der Green Economy legte durch unterschiedliche Aktivitäten die Basis für eine starke Durchdringung des Themas ökologische Nachhaltigkeit im Startup-Ökosystem. Mit dem jährlich aufgelegten Green Startup Monitor erfasst der Startup-Verband zusammen mit dem Borderstep Institut die wichtigsten Fakten rund um das Green Startups Ökosystem in Deutschland und formuliert zentrale Handlungsempfehlungen für politische Entscheider.

Projekte

ESG-Taskforce - Verantwortungsvolles Unternehmertum für Startups und Investoren

Laut Aussage des Deutschen Startup Monitors ist für einen Großteil der deutschen Startups (76%, DSM 2021) eine positive gesellschaftliche oder ökologische Wirkung sehr wichtig. Diese große Bedeutung gibt einen Hinweis auf das große Verantwortungsbewusstsein von Gründer und Gründerinnen im deutschen Startup-Ökosystem gegenüber ihrem direkten Wirkungsfeld. Um unternehmerische Verantwortung zu messen bieten sich die Betrachtung der ESG-Performance von Unternehmen an. Sie bezieht sich auf die drei Bereiche Umwelt (E = Environmental), Soziales (S = Social) und gute Unternehmensführung (G = Governance) und definiert die drei Verantwortungsbereiche von Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit. ESG-Kriterien werden zudem häufig verwendet, um potenzielle Risiken und Chancen abseits der monetären Bewertungen zu identifizieren. Für das Startup-Ökosystem ist die systematische Integration von ESG-Faktoren jedoch noch ein recht junges Feld. Aus diesem Grund wurde innerhalb des Startup-Verbandes die ESG-Taskforce gegründet, die Klarheit in die Thematik und die unterschiedlichen Begrifflichkeiten bringt und Startups sowie Investoren dabei unterstützt, verschiedene Nachhaltigkeits-Strategien systematisch zu implementieren, um ihren Beitrag zu gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen zu leisten.

Sustainability4All (2019-2022) - Nachhaltigkeit und Impact im Startup-Ökosystem

Sus4All Logo

Damit das volle Potenzial nachhaltigen Wirtschaftens in frühen Unternehmensphasen ausgeschöpft werden kann, ist es sinnvoll Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in allen Gründungsphasen zu verankern. Das vom Umweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Projekt “Sustainability4All” entwickelt aus diesem Grund praxisnahe Lösungsansätze für Startups und deren Unterstützer, um eine frühzeitige Einbindung von Nachhaltigkeits- und Impact-Strategien im deutschen Startup-Ökosystem zu ermöglichen. 

Mit einer Vielfalt an Aktivitäten und Angeboten, z.B. Veranstaltungen, Wettbewerben, News, Broschüren, Workshops und Tools, werden die Themen Nachhaltigkeit und Impact an eine breite Zielgruppe, bestehend aus Startups, Investoren, Gründungseinrichtungen von Hochschulen, Startup-Wettbewerben und weiteren Startup-Unterstützern, vermittelt. Weitere Informationen zum Thema, relevante Neuigkeiten sowie die zahlreichen Projektergebnisse finden sich auf der externen Projekt-Webseite.

Green Startup Monitor 2021 (GSM) – die Bedeutung von Green Startups für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft.

Green Startups leisten einen relevanten Beitrag zum Klimaschutz!

30% aller deutschen Startups können als grün eingestuft werden und leisten durch ihre Produkte und Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag zum deutschen Umwelt- und Klimaschutz. Dabei sind die Sektoren mit dem größten Anteil an grünen Startups die Agrar- und Landwirtschaft (68%), gefolgt von der Energiebranche (65%), der Textilbranche (60%) und dem Bereich Konsumgüter (57%).              

 

Green Startups haben eine höhere Gründerinnenquote.

Green Startups heben sich, wie auch im Vergleich zum Vorjahr, durch eine höhere Gründerinnenquote von 19 % ab. Diese liegt damit um fünf Prozentpunkte über jener von nicht-grüne Startups. Auch wenn diese Quote im Vergleich zum Vorjahr stagniert, deutet sie darauf hin, dass die Green Economy grundsätzlich ein attraktives Gründungsfeld für Unternehmerinnen darstellt. Das Potenzial ist aber noch nicht hinreichend ausgeschöpft. 

Die Finanzierung von Green Startups unterscheidet sich von nicht-grünen Startups und stellt eine wesentliche Herausforderung dar.

Von 328 befragten Green Startups geben 61% an sich über staatliche Förderungen zu finanzieren, bei nicht-grünen Startups sind es dagegen nur 49%. In über acht von zehn der Fällen hat das Gründungsteam eigene Ersparnisse investiert. Zudem wünschen sich 42% eine Finanzierung durch Venture Capital, jedoch nur 16% der grünen Startups haben eine solche Finanzierung erhalten (21% bei den nicht-grünen Startups). Bei Befragungen zu den aktuell größten Herausforderungen von Green Startups zeigt sich, dass neben der Kapitalbeschaffung der Vertrieb und die Kundengewinnung die größten Hürden darstellen.

Zur Förderung von Green Startups und deren Beitrag zum Klimaschutz sind weitere Maßnahmen wichtig!

Der Green Startup Monitor 2021 schlägt folgende zentrale Maßnahmen und Empfehlungen an die Politik vor, welche die Gründung von Green Startups und deren Erfolgschancen unterstützen und dadurch einen relevanten Beitrag zum nachhaltigen Wandel beitragen können:

  1. Auf Platz eins aller Forderungen steht die Etablierung einer Förderlinie ‚Sustainability‘ mit zielgruppengerechten Finanzierungsangeboten für grüne und nachhaltige Startups. Diese Förderlinie sollte sich durch das gesamte Gründungsfördersystem ziehen.
  2. Zur Förderlinie gehören unter anderem zentrale Maßnahmen wie der Aufbau eines bundesweiten ‚Sustainability Hub‘, um einen Austausch mit etablierten Unternehmen als auch Kooperationsmöglichkeiten mit Institutionen der Gründungs- und Innovationsförderung zu schaffen.
  3. Relevant ist auch der Ausbau der staatlichen VC-Finanzierung und passgenaue Finanzierungsformen, z.B. durch eine eigenständige Förderinstitution mit Nachhaltigkeitsfokus; ein eigenes Förderprogramm, das in eine bestehende Institution eingegliedert werden kann; ein eigener Programmbereich in bestehenden Förderprogrammen und/oder ein Bonusprogramm als Ergänzung zu bestehenden Förderprogrammen.

Förderer und Partner der Green Startups Plattform

Borderstep Institut

Kontakt

Björn Kaminski
Projektleiter Green Startups & Sustainability
bjoern.kaminski@deutschestartups.org

Startups der Green Startups Plattform 

Jetzt Mitglied werden!

Unterstütze das Ökosystem, profitiere von der Community und werde Mitglied des Startup-Verbandes.
Mitgliedsantrag

×

Green Startup Newsletter

Mit unserem monatlichen Newsletter bekommst du alle wichtigen News und Infos zu Events, Förderprogrammen und Wettbewerben aus dem Sustainable Startup Ökosystem. Melde Dich hier an!

Ja, ich bin ein Startup

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden.
Mit dem Absenden erkläre ich mich mit der Verarbeitung einverstanden.