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Stellungnahme

Die deutsche Startup-Hauptstadt Berlin ist der Gewinner des Brexit, London der Verlierer.

Florian Nöll, Vorsitzender des Deutschen Startup-Verbandes, zum Brexit und die Folgen:

"Die deutsche Startup-Hauptstadt Berlin ist der Gewinner des Brexit, London der Verlierer. So deutlich wie unsere Analyse ist sagen wir auch: Es ist ein Sieg, den wir nicht wollen und nicht feiern werden. Wir sehen uns schon lange nicht mehr als deutsche oder britische Gründer. Wir sind europäische Gründer. Unsere Startups gründen wir für internationale Märkte. Ein offener und starker Binnenmarkt ist die Voraussetzung für eine starke Startup-Szene in Deutschland und Europa. Die deutschen Startups werden den erschwerten Zugang zu 64 Millionen Konsumenten im Vereinigten Königreich verkraften und an anderen Stellen deutlich profitieren. Die eigentliche Rechnung zahlen ab heute die britischen Startups. Wir wünschen unseren Freunden dabei viel Erfolg.

Europa muss jetzt zusammenstehen. Es ist heute und in den kommenden Monaten daher wichtiger denn je, dass wir uns als Europäer wahrnehmen, die Demokratien beschützen und unserer Wirtschaftsunion den Rücken decken. Die Politik ist gefordert, den Menschen viel intensiver als bisher zu erklären, was wir Startups schon wissen: Wie wertvoll die europäische Idee ist."