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PRESSEMITTEILUNG


Heimatministerium statt Digitalisierungsministerium
 

Startup-Verband zum geplanten Ressortzuschnitt der Großen Koalition

 

Berlin, 07.02.2018 - Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Startup-Verband) kritisiert den geplanten Ressortzuschnitt der Großen Koalition im Hinblick auf das Thema Digitalisierung. Die CDU, CSU und SPD haben sich weder auf ein Digitalisierungsministerium noch auf einen Staatsminister für Digitales im Bundeskanzleramt geeinigt. Dies steht im Widerspruch zu den im Koalitionsvertrag gesteckten Zielen.

Florian Nöll, Vorsitzender des Startup-Verbandes: "Es gleicht einer Realitätsverweigerung einem Themenkonstrukt wie Heimat eine exponierte Stellung einzuräumen und das absolute Mega-Thema Digitalisierung unter ferner liefen laufen zu lassen. Wir loben ausdrücklich, dass der Vertrag viele gute inhaltliche Punkte setzt in puncto Startup-Förderung und Digitalisierung. Die Frage ist nur: Wer setzt das um? Die Aufteilung der Kompetenzen im Digitalbereich auf weiterhin mindestens vier Ministerien droht den Stillstand um vier weitere Jahre zu verlängern. "

Nöll weiter: "Es liegt in der Luft, dass die im Koalitionsvertrag formulierte ToDo-Liste im Bereich Startups und Digitalisierung wieder nicht abgearbietet wird. So werden wir nicht das volle Potential der deutschen Startup-Wirtschaft ausschöpfen können. Wenn es keine eindeutige Kompetenzen gibt - weder als eigenes Ressort noch in Form eines/einer Staatsminister/in im Bundeskanzleramt - können auch keine eindeutigen und tiefgreifenden Entscheidungen getroffen werden. Frankreich ruft die Startup-Nation aus. Deutschland schafft ein Heimatministerium. So macht man keine Zukunft."

Pressemitteilung als PDF.

 

Pressekontakt
Paul Wolter
Referent Kommunikation & PR 
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