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PRESSEMITTEILUNG


Startup-Verband begrüßt die Entscheidung des EU-Parlaments die EU-Urheberrechtsreform abzulehnen

 

Berlin, 05.07.2018. Der Bundesverband Deutsche Startups (Startup-Verband) begrüßt die Entscheidung des Europäischen Parlaments gegen den Entwurf zur EU-Urheberrechtsreform gestimmt zu haben. Ein breites Bündnis aus Wirtschaftsverbänden, Journalisten, Kreativen- und Künstlervereinigungen, Wissenschaftlern, Rechtsexperten, Netzaktivisten und insbesondere europäische Startups, an dem sich auch der Startup-Verband beteiligt hat, hatten zuvor eindringlich davor gewarnt den Entwurf anzunehmen. Insbesondere die im Entwurf enthaltenen Regelungen für Uploadfilter, ein europäisches Leistungsschutzrecht und das Verbot von Text- and Data- Mining für kommerzielle Nutzungen standen in der Kritik. Diese Regelungen hätten innovative, datengetriebene Geschäftsmodelle in Europa unmöglich gemacht.

Florian Nöll, Vorsitzender des Startup-Verbandes: „Am Ende hat die Vernunft gesiegt. Wir sind froh, dass die Abgeordneten des Europäischen Parlaments mit der heutigen Entscheidung enormen Schaden für das freie Internet und für den Erfolg zukunftsweisender Technologien wie Künstlicher Intelligenz abgewendet haben. Wäre die Reform durchgegangen, hätte Europa auch gleich aus dem internationalen Wettbewerb um die digitalen Pioniere und Technologien der Zukunft aussteigen können.

Wir hoffen, dass die Europäischen Institutionen den Warnschuss gehört haben. Diese knappe Entscheidung ist ein Beleg dafür, wie anfällig das politische System für Fehlinformationen und Partikularinteressen einzelner, gut vernetzter Branchen ist – namentlich die Verlags- und Medienbranche. Die Kampagne, die die Vertreter dieser Branchen geführt haben, hätte um ein Haar das Internet wie wir es kennen verschwinden lassen und datengetriebene innovative Geschäftsmodelle in Europa unmöglich gemacht.

Dies sollte uns eine Warnung sein! Die wegweisenden Entscheidungen in den Bereichen Datenrecht, Internet und digitale Geschäftsmodelle werden heute in Europa getroffen. Die progressive europäische Tech-Industrie muss in Brüssel stärker ihre Interessen gegen diejenigen verteidigen, die ihre Geschäftsmodelle in das 21. Jahrhundert retten wollen, indem sie Technologie und Fortschritt über EU-Richtlinien und -Verordnungen zu verhindern versuchen!“

 

Über den Startup-Verband

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. wurde im September 2012 in Berlin gegründet. Der Verein ist der Repräsentant und die Stimme der Startups in Deutschland. Er erläutert und vertritt die Interessen, Standpunkte und Belange von Startup-Unternehmen gegenüber Gesetzgebung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er wirbt für innovatives Unternehmertum und trägt die Startup-Mentalität in die Gesellschaft. Der Verein versteht sich als Netzwerk der Startups in Deutschland.

 

Hier geht's zur Pressemitteilung als PDF.

 

Pressekontakt

Bundesverband Deutsche Startups e.V.

Paul Wolter

Teamleiter Politik und Kommunikation

+49 (0) 30 609 8959 101

[email protected]